"Kinderlärm ist Zukunftsmusik"

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Dieses Motto stand schon über einer Reihe früherer Veranstaltungen der Seesener Freidemokraten zur Kinder- und Familienpolitik. Diesmal standen der Besuch der Kindertagesstätte St.-Annenstrasse und des Seesener Jugendfreizeitstätte im Zentrum des Interesses.

Die Sorge um unsere Kinder und Jugendlichen ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben. Der Kontakt zu den verschiedenen Betreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche in unserer Stadt ist uns daher sehr wichtig. Vordringlich ging es bei dem Besuch darum, etwas mehr über die wertvolle Arbeit, die in diesen Einrichtungen erbracht wird, zu erfahren.


Eine Kinderkrippengruppe, drei Kindergartengruppen und eine Hortgruppe sind in der KiTa St. Annenstrasse unter einem Dach. 14 Erzieherinnen und eine freige-stellte Leitung kümmern sich um über Hundert Kinder und Jugendliche. Bei einem Rundgang durch die Einrichtung und eine anschließende Vorstellung der Arbeit und Konzepte konnten wir uns davon überzeugen, dass die KiTa mehr als ein Haushalts-posten ist. Hier wird sehr engagiert eine gute und wichtige Arbeit für unsere Kinder und auch für Familien geleistet.

Betreuung und altergerechte Anleitung und spielerische Förderung gehört zu den wichtigen Aufgaben, die je nach Alter unterschiedliche Herausforderungen an die Erzieherinnen stellen. Im Krippenbereich stehen Bewegungs- und andere Sinneser-fahrungen im Vordergrund. Ab dem dritten Lebensjahr gehört die Sprachbildung seit kurzem zum festen Programm. Kon-Lab, Osnabrücker Programm und das schon län-ger bekannte Würzburger Programm sollen optimal auf die Schule vorbereiten.

Angeleitetes und freies Bewegungsspiel gehört zum festen Programm in der KiTa. Das Sportprogramm wird auch durch freiwillige Kräfte aus den Sportvereinen bereichert. Hier wirkt sich das von der CDU/FDP-Gruppe in Seesen für 2007 neu auf-gelegte Programm zur Projektförderung im Kinder- und Jugendsport positiv aus. Das Programm schafft Anreize für die Vereine, in die Kindergärten zu gehen. Diese An-reizförderung hat sich auch in der KiTa St. Annenstrasse positiv ausgewirkt.

Die Anforderungen und Erwartungen an KiTa's sind in den letzten Jahren nicht nur wegen PISA stetig gestiegen. Kinder sollen auf der einen Seite Kinder sein dür-fen, Spiele und Spaß haben. Auf der anderen Seite zieht aber auch der Bildungsauf-trag immer stärker in die Arbeit der Erzieher ein. Die wechselnden und steigenden Erwartungen erfordern auch eine permanente Weiterbildung des Personals. Die FDP sieht in der Weiterbildung und im Erfahrungsnetzwerk mit anderen Kindergärten eine wichtige Voraussetzung, um in unseren KiTa's Qualität auf hohem Niveau zu sichern.

Die Elternvertreter haben das Thema flexiblere Betreuungszeiten angespro-chen. Besonders für berufstätige Eltern ist eine Flexibilisierung der Betreuungszeiten, die sich besser am Arbeitsprozess orientieren sollten, wünschenswert. Auch ein Hin-einschnuppern in die zukünftige Kindergartengruppe ist ein Wunsch, der für die Neu-linge den Übergang von der Betreuung Zuhause in die Teilzeitbetreuung in der KiTa sanfter gestalten soll.


Als zweite Station ging es nach dem Besuch in der St. Annenstrasse dann in die Jugendfreizeitstätte im Bürgerhaus. Während vom Grundschulalter bis zum 14. Lebensjahr der Hort eine feste Bleibe für die größeren Kinder im Schulalter bietet, finden Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr im offenen Bereich der JFS täglich von Montag bis Freitag ab 14:00 Uhr eine offene Tür.

Regeln lernen gehört zu den ersten Aufgaben für jeden Besucher. Klare Re-geln sind eine elementare Voraussetzung für ein konfliktarmes Zusammenleben. Kon-fliktlösung und Gewaltvermeidung sind die Kernstücke der Erziehungsleistung, die von einem engagierten Team von Sozialpädagogen und Erziehern täglich in der JFS erbracht wird.

Weitere Arbeitsfelder im offenen Bereich der JFS sind die Präventionsarbeit, die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund oder auch einfach schnel-le Hilfe in besonderen Situationen (bespielweise Bewerbungstraining). Alles Aufga-ben, die über die Grenzen der Einrichtung hinaus positive Wirkung zeigen.

Aber die JFS ist mehr als ein Auffangbecken für Problemkinder. Ein breites Angebot an kreativen Freizeitaktivitäten wie "Koch-AG", "Hip-Hop", "Fit-Boxen" oder diverse Bastel-AG's lockt alle Kinder ab dem Schulalter in die Kurs und Gruppenan-gebote. Auch Guitarren- und Schlagzeugunterricht gehören zum Repertoire der JFS. Die Kinderdisko "Zappelkiste" ab 6 Jahren und viele weitere Sonderveranstaltungen runden das Programm ab. Zahlreiche Konzertveranstaltungen unter dem Motto "See-sen rockt" und auch Sportevents sorgen für gemischtes Publikum und fördern ein so-ziales Miteinander und Fairplay zwischen den Jugendlichen.

Gerade wird der Küchenbereich aus Spendenmitteln modernisiert. Wenn die Mittel dafür da sind, soll noch ein neu gestaltetes "Jugendcafé" im Eingangsbereich eingerichtet werden. Weitere Ideen sind AG's und Kurse zum Umgang mit neuen Me-dien und die Gestaltung eines modernen Internetauftritts der JFS.

Die Jugendfreizeitstätte ist mit ihrem vielfältigen Programm auch außerhalb der Sommerferien für die Jugend in Seesen ein wichtiger Anlaufpunkt. Mit ihrer Arbeit im offenen Bereich und auch über Kursangebote trägt die JFS täglich dazu bei, dass der Kampf gegen Langeweile nicht vor dem Fernseher enden muss.

Die FDP wird sich in Seesen weiter für eine bedarfsgerechte Betreuung von Kindern und Kleinkindern auch unter Berücksichtigung von Aspekten der vorschuli-schen Bildung einsetzen. Die Jugendarbeit in der JFS und anderen Einrichtungen insbesondere mit den Schwerpunkten Prävention und Integration halten wir für sehr bedeutend und werden sie weiter positiv begleiten.


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